Was uns erdet

Am Donnerstag war Tag der Erde. Das hat mich ein bisschen zum Nachdenken gebracht.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der oft die wirklich wichtigen Dinge untergehen. Natürlich – Arbeit, Aufträge, Abgaben. Versteht mich nicht falsch, es ist mir klar, dass das sehr wichtige Dinge sind. Aber hinter all dem brauchen wir etwas, worauf wir bauen können, das uns glücklich macht. Viele finden zwar einiges an Zufriedenheit in ihrer Arbeit. Aber ich wette, dass jeder das schon mindestens einmal erlebt hat:

Unendliche To-Do-Listen, da muss ich noch hin, das hab’ ich noch nicht gemacht und das hab’ ich vergessen. Oft rauscht man durch den Tag, ohne ihn wirklich wahrzunehmen. Doch genau das ist es, was man jeden Tag tun sollte. Sich umsehen, den Moment wahrnehmen, dankbar sein. Die wunderbare Natur hat uns unglaublich viel geschenkt. Egal wohin man schaut oder wie man es nimmt, man wird immer etwas finden. Es sind vielleicht die Dinge, die uns ganz selbstverständlich erscheinen. Zum Beispiel die Sonne, die jeden Tag für uns scheint und Licht in unser Leben bringt. Das Zwitschern der Vögel, das uns auf den Sommer einstimmt und dieses wohlige Gefühl der Heimat in einem breit werden lässt. Oder einfach nur der blaue Himmel, der uns zum Lächeln bringt und uns daran erinnert, wie schön unsere Welt ist. Aber auch ganz andere Dinge. Ameisen, die sich um den Wald kümmern. Bäume, die uns Schatten spenden. Diese Bäume, die für viele von uns zu einem Zuhause beigetragen haben. Jedes kleinste Teil, für das wir in unserem Leben dankbar sind, muss ja irgendwo herkommen. Mein Lieblings-Shirt besteht aus Baumwolle ...

Da könnte man unendlich viel aufzählen, doch darum geht es mir eigentlich nicht. Ich möchte euch daran erinnern, dass auch in den stressigsten Tagen, in den aussichtslosesten Momenten oder in Zeiten der Tränen immer etwas da ist, wofür wir dankbar sein können und worauf wir uns verlassen können. Wenn man sich darauf fokussiert, wofür man jeden Tag dankbar ist, ohne, dass man etwas fertig bringt, ohne, dass man etwas erledigt oder schafft, ohne dass man den Tag schafft, einfach dafür dankbar, was eben immer da ist und was uns leben macht, dann hat man schon das Positive in einen Tag hineingebracht. Alles andere ist der Bonus. Das Zusätzliche.

Das Leben schafft man nicht, das Leben lebt man.

 

 

Gastautorin Lina Adelbrecht

(14 Jahre)

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Kommentare: 1
  • #1

    Ilse (Sonntag, 02 Mai 2021 08:37)

    Danke liebe Lina - ganz wunderbar! Dem Leben so positive und motivierende Aspekte auf so feine Art in der Formulierung abzugewinnen finde ich fantastisch!

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